Ein echter Kaffee Crema wird im Grunde genommen wie ein echter Espresso zubereitet. Die verwendete Wassermenge entspricht aber der einer großen Tasse Kaffee. Als „Crema“ bezeichnet man die dicke goldbraune Schaumkrone, die bei der Zubereitung des Caffes aus dem Siebträger oder dem Kaffeevollautomaten entsteht. Sie krönt den Espresso förmlich, bindet einen Großteil des typischen Aromas und ist daher mitunter für seinen Geschmack verantwortlich. Für viele echte Kaffeegenießer und Espressonisten gilt die Crema daher auch als sehr wichtiges Qualitätsmerkmal.

Die optischen Merkmale der Crema

Optisch erscheint die Crema gleichmäßig, von fester Konsistenz und verfügt über eine tigerartige, haselnussbraune Maserung. Sie enthält neben einigen Zuckerarten, Kohlenstoffdioxid und Proteinen auch Kaffeebohnenöl. Letzteres besitzt eine fettige Struktur und ist dafür verantwortlich, dass sich der Schaum vom restlichen Kaffee absetzt.

In der Schweiz ist dieser Kaffee, der Caffe Creme besonders beliebt. Dort ist er auch bekannt als „Schümli“ oder „Schweizer Schümli“. Diese Bezeichnung leitet sich vom Schweizer Begriff für Schaum (Schum) ab. Schümli wird in der Schweiz traditionell und original ohne Milch und Zucker getrunken. Wird aber auch dort nach den jeweiligen Vorlieben mit Milch und Zucker serviert.

Die perfekte Crema für auf dem Caffe Creme

Sie fragen sich nun, was eine perfekte Creme ausmacht, oder wie Sie das Original erkennen? Dafür gibt es einige wesentliche Merkmale. Bei einer guten Crema ist der Schaum äußerst dicht und feinporig. Er entsteht nicht beim Ablassen aus der Maschine, wie bei vielen Vollautomaten, sondern wenn der Espresso bei hohem Druck, frisch aus dem Siebträger zubereitet wird.

Der Kaffeeschaum setzt sich über dem Kaffee an und besitzt durch seinen hohen Fettgehalt oftmals eine bittere Geschmacksnote. Wenn Sie das einmal selbst überprüfen möchten, dann testen Sie gerne mal ein bisschen von der Crema Ihre Kaffees mit dem Löffel. Wenn Sie dann den verbleibenden Kaffee, ohne Crema getrennt voneinander probieren, werden Sie schnell feststellen, dass es sich hierbei um völlig unterschiedliche Geschmäcker handelt. Das ist wiederum auf dem erhöhten Fettgehalt in der Crema zurückzuführen. Fett als wesentlicher Geschmacksträger bindet die unterschiedlichen Aromen stark konzentriert und sorgt dadurch für ein sehr kräftiges und intensives Aroma.

Die Qualität des Kaffee Crema hängt von der Zubereitung ab

Günstig Kaffee- und Espressomaschinen sind oftmals nicht in der Lage, den notwendigen Brühdruck zu erzeugen, der notwendig ist, um eine dichte und stabile Crema auf dem Kaffee zu zaubern. Diese Crema erkennt man am einfachsten an der sehr hellen Farbe und der starken Blasenbildung. Auch geschmacklich ist diese Art von Crema nicht unbedingt ein Highlight, vergleichen mit dem einer Crema aus einer hochwertigen Siebträgermaschine.

Die Qualität der Crema können Sie außerdem auch sehr einfach selber testen. Geben Sie dazu ganz einfach ein bisschen Zucker auf die Crema. Sinkt der Zucker schnell durch den Kaffeeschaum hindurch, dann haben Sie es mit einer sehr grobporigen, eher schlechten Crema zutun. Können Sie hingegen beobachten, wie der Zuckern langsam durchsickert, handelt es sich um eine sehr feinporige und qualitativ hochwertigere Crema.

Wissenswertes zur Zubereitung des echten Cafe Creme

Um eine feste und aromatische Creme zu bekommen, müssen zuerst einmal den richtigen Mahlgrad für die verwendeten Kaffeebohnen finden. Am besten gelingt Ihnen dies bei der Verwendung einer Siebträgermaschine mit separater Espressomühle. Kaffeevollautomaten liefern nur bedingt die notwendigen Einstellungsmöglichkeiten, um zufriedenstellenden Ergebnisse zu erzeugen. Ebenso eine wichtige Rolle spielt das Alter der Kaffeebohnen eine entscheidende Rolle. Älteren Bohnen in Kombination mit einer zu hohen Brühtemperatur bei der Zubereitung wirken sich negativ auf die Konsistenz des Schaums aus. Ist Ihre Creme sehr hell geworden, kann der Mahlgrad der Kaffeebohnen zu grob gewesen sein oder aber die Durchlaufzeit wurde zu kurz gewählt. Ist der Schaum hingegen sehr dunkel, wurde entweder zu viel gemahlener Kaffee verwendet, zu heiß gebrüht oder der Mahlgrad zu fein gewählt.

Grundsätzlich gilt, dass Sie für die Zubereitung sowohl Robusta als auch Arabica Bohnen verwenden können. Da aber die Arabica Bohne aromatischer ist, und die Robusta die stärkere Creme liefert, ist eine Kombination beider Bohnensorten in einer Kaffeemischung, dem sogenannten „Blend“, sehr zu empfehlen. Denn auch wenn es Ihnen die Großkonzerne gerne vorgaukeln, eine Kaffeemischung aus 100% Arabica Kaffeebohnen wird die perfekter Lösung für einen echten Kaffee Crema sein.

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