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Perfekt für Kaffee & Espresso aus dem Siebträger oder Vollautomaten


Ohne die perfekten Kaffeebohnen werden Sie es auch mit der besten Kaffeemaschine nicht schaffen, einen leckeren Kaffee oder einen vollmundigen Espresso zuzubereiten. Finden Sie bei uns den passenden Espresso oder Kaffee in ganzen Bohnen und viele weitere, sehr interessante Informationen. »

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Kaffeebohnen, das wohl vielseitigste Genussmittel

Was sind eigentlich Kaffeebohnen?

Die Kaffeebohne, aus welcher nach dem Rösten unser leckerer Kaffee und Espresso zubereitet wird, ist der Samen der Kaffeepflanze. Aus botanischer Sichtweise sind die Kaffeebohnen eigentlich keine Bohnen sondern Kerne, welche sich in der Kaffeekirsche befinden. Die Kaffeekirsche ist eine kirschenähnliche Steinfrucht mit einer meist rötlichen Farbe.


Die bekanntesten Kaffeesorten: Arabica- und Robustakaffeebohnen

Die zwei wichtigsten Kaffeesorten auf dem Weltmarkt sind zu einem die Arabica- und zum anderen die Robustakaffeebohnen. Die Arabica Kaffeebohnen, oft auch als Hochland Arabicas bezeichnet, besitzen dabei ca. 60% des Anteils an gehandelten Kaffeebohnen auf dem Weltmarkt. Die Arabicas wachsen vor allem im Hochland, das bedeuteten in Kaffeeanbaugebieten welche sich im Bereich von 900-2000 Höhenmetern befinden. Die bekanntesten Arabica Anbaugebiete sind unter anderem Brasilien, Kenia und Kolumbien. Die klassische Arabica Rohkaffeebohne besitzt eine grünlich bis blaugrüne Farbe mit einer ca. 9mm langen, ovalen Form. Die Naht der Arabicas weist die typische geschwungen Form auf, wie man sie von vielen Illustrationen, auf welchen Kaffeebohnen abgebildet sind, kennt.


Die Robustakaffeebohnen sind im Gegensatz zu den Arabicas schnellwüchsiger, widerstandsfähiger und ertragreicher. Das ist auch der wesentliche Grund dafür, warum in der Regel Robusta Rohkaffeebohnen auf dem Weltmarkt billiger gehandelt werden als die etwas empfindlicheren Arabica Rohkaffeebohnen. Robustakaffeepflanzen können bereits in Kaffeeanbaugebieten angebaut werden, welche sich in Höhen von 0-900 Meter über den Meeresspeigel befinden. Im Aussehen unterscheiden sich die Robustas von den Arabicas in einer etwas länglicheren Form und einer geraden statt geschwungenen Kaffeenaht. Die Robustakaffeebohnen werden hauptsächlich in Kaffee- und Espressomischungen verarbeitet, welche für die Zubereitung von typischen Espresso oder Milchmischgetränken wie Cappuccino oder Latte Macchiato verwendete werden, da Sie maßgeblich für die Bildung der typischen Crema und den vollem Körper des Espresso zuständig sind.



Exkurs: Der Espresso ist die Grundlage für viele bekannte Kaffeespezialitäten wie unter anderem Cappuccino, Latte Macchiato und Caffe Latte. Bei allen Varianten werden zuerst ca. 25ml Espresso aus 7-9g frisch gemahlenen Espressobohnen zubereitet, welche anschließend, ja nach Art des Kaffeegetränkes, mit mehr oder weniger Milch und anderen Zutaten vermischt werden.



Der geschmackliche Unterschied von Arabica- und Robustakaffeebohnen

Arabica Kaffeebohnen – mild und fruchtig im Geschmack

Die Arabicas stehen mehr für Fruchtige und Säurehaltige Geschmacksprofile. Die Geschmacksnuancen reichen von fruchtig süß bis sehr eher säuerlich mit zitrusartigen Aromen nach Zitronen und Orangen. Wenn Sie in Ihrer Espressomaschine eine reine Arabica Espressomischung verwenden, werden Sie feststellen, dass die Cremabildung, bis auf wenige Ausnahmen, eher schwach und instabil ist. Dies hängt mit dem höheren Ölgehalt zusammen, welchen die Arabica Kaffeebohnen im Gegensatz zu den Robusta Kaffeebohnen besitzen. Der Ölgehalt, welcher bei den Arabicas im Schnitt zwischen 15 und 17% liegt, wirkt der Cremabildung im Kaffee stark entgegen, da Sie die Struktur der Crema angreifen und zersetzen. Sie können sich als grobe Faustformel merken, dass je höher der Öl-Gehalt der Kaffeebohnen, desto schlechter die Cremabildung im Kaffee oder Espresso. Ähnlich wie beim Öl-Gehalt verhält es sich auch mit dem Zuckergehalt, welcher bei den Arabicas mit Anteilen zwischen 6-9% wesentlich höher ist als bei den Robustas. Der einzige Punkt in dem die Arabicas den Kürzeren ziehen, ist der Koffeingehalt, welcher im Schnitt zwischen 0,8-1,4% liegt. Reine Arabicamischungen werden hauptsächlich für die Verwendung als Filterkaffee oder als sehr hell geröstete Single Origins für die aktuell sehr in Mode geratene Brühkaffeezubereitung verwendet, bei welcher man wie früher in alten Zeiten, seinen Kaffee langsam und schonend auf verschiedene Arten per Hand aufbrüht.


Robusta Kaffeebohnen - kraftvoller Kaffee mit samtiger Crema

Die Robustakaffeebohnen sind maßgeblich für die Cremabildung und den kräftigen Geschmack im Espresso oder Kaffees verantwortlich. Der Koffeingehalt, welcher von 1,7-4% reicht, ist bei den Robustabohnen teilweise mehr als doppelt so hoch wie bei den Arabicakaffeebohnen. Der niedrige Ölgehalt von 10-12% sorgt dafür, dass sich die Crema schön stabil und dicht ausbreiten kann und sich auf dem fertig zubereiteten Kaffee oder Espresso auch noch nach längerer Zeit schön Cremig präsentiert. Im Geschmack bewegen sich die Robustkaffeesorten mehr im Bereich des nussigen und schokoladigen. Der Geschmack wird in vielen Kaffeebeschreibungen auf sehr oft als „erdig“ Bezeichnet. Der Säureanteil ist meist so gering, dass er im fertigen Kaffee oder Espresso fast nicht spürbar sind. Vor allem in Süditalien spielen die Robustakaffeebohnen eine sehr große Rolle. Die Süditaliener trinken ihren Caffè sehr gerne stark mit viel Koffein, wozu sich die Gattung der Robustas natürlich besten eignet. Der typisch süditalienische Caffe ist eine sehr dunkle, fast schon schwarz geröstet Kaffeemischung mit einem sehr hohen Anteil, meisten größer als 50%, an Robustakaffees.


Kaffeebohnen: Blend vs. Sortenrein, die Qualität ist entscheidend!

Wie wir bereits gelernt haben, gibt es zwei wesentliche Arten von Kaffeebohnen. Auf der einen Seite die eher milden und fruchtigen Arabicas und auf der anderen Seite die kräftigen Robustakaffeebohnen, welche zudem auch für die stabile und samtige Crema auf Kaffee und Espresso verantwortlich sind. In der Werbung wird meistens mit den Hochland Arabicas geworben, da diese bekanntlich etwas teurer sind und daher auch für eine höhere Qualität stehen sollen. Es gibt jedoch bei beiden Kaffeesorten sehr hochwertige und sehr schlechte Sorten, was nicht selten auf die Art und Weise des Anbauens und der Aufbereitung zurückzuführen sind. Die meisten deutschen Kaffeetrinker, welche Ihren Kaffee im Discounter kaufen werden maximal mit Kaffeebohnen aus mittlerer Qualität in Berührung kommen, da hochqualitative Robustabohnen im Einkauf mehr kosten, als manch angebotenen fertig abgepackte Arabicamischung im Supermarkt. Wenn man jetzt hier noch Verarbeitung und Verpackung dazurechnen würde, befinden wir uns in Preisklassen, die für den Ottonormalen Kaffeetrinker jenseits des vorstellbaren liegen, für den Anspruchsvollen Kaffee- und Espressogenießer jedoch gerne in Kauf genommen werden, denn die Aromen und Geschmacksnuancen bei den hochwertigen Kaffees unterscheiden sich sehr deutliche von den oft sehr schwachen und flachen Geschmäckern der Discounterkaffeesorten.


Blends: Mischung aus Robusta und Arabica

Unter Blends versteht man eine Kaffee- oder Espressomischung in welcher sich sowohl anteilige Robusta- und Arabicakaffeebohnen befinden. Die meistens Röstereien hüten die Zusammensetzungen Ihrer Blends wie ein Staatsgeheimnis und geben maximal die Prozentuale Aufteilung der Arabica- und Robustaanteile an. Der Vorteil von Blends aus mehreren verschiedenen Kaffeesorten ist ein durchwegs konstantes Geschmacksprofil, da eine kleine Änderung in der Beigabe einer bestimmen Rohkaffeesorte im Gesamtprofil keinen großen Geschmacksunterschied bewirkt. Blends sind typisch für Espressomischungen in denen teilweise auch mehr als 50% Robusta Kaffeebohnen verwendet werden, man spricht in der Espressoszene dann auch von sogenannten „Barschlampen“. Da Arabica Kaffee auch sehr empfindlich auf Temperaturschwankungen und Veränderungen der Luftfeuchtigkeit reagieren, werden in der Gastronomie auch häufiger Blends aus Arabica und Robusta Bohnen statt reinen Arabicamischungen verwendet. Für einen guten Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato aus dem Vollautomaten sind grundsätzlich eher Blend als sortenreine Kaffeebohnen zu empfehlen. Die Begründung dafür liegt zum einen in der Stabilität beim Bezug aus dem Kaffeevollautomaten und zum anderen ddurch den spürbar kräftigeren Körper der dafür sorgt, das in Kombinationen mit Milch das kostbare Kaffeearome nicht ganz verloren geht, wie es leider sehr oft vor allem bei billigen Supermarktkaffees der Fall ist.



Unser TIPP: Neulingen im Bereich der Zubereitung von Espresso mit der Siebträgermaschine empfehlen wir die Verwendung von Blends mit höheren Anteilen an Robusta Kaffee. Sehr gute Erfahrungen haben wir mit Espressosorten gemacht, welche eine Robustaanteil von mehr als 40% besitzen. Diese Mischungen sind auf längere Sicht gesehen sehr unkompliziert in der Espressozubereitung. Sind die Mühle und das restliche Equipment einmal perfekt auf die Kaffeemischung eingestellt, so ist ein konstanter und unkomplizierter Bezug des Espresso über die gesamte Nutzungsdauer der jeweiligen Espressomischung fast immer garantiert. Bei Espressomischungen aus reinen Arabica Kaffeebohnen kann bereits ein kurzer Regenschauer an heißen Tagen die Eigenschaften der Kaffeebohnen in der Mühl so verändern, dass beim nächsten Bezug der Mahlgrad angepasst werden muss. Für Profis kein Problem, für Neulinge jedoch nicht selten sehr Nervenaufreibend.



Single Origins – sortenreine Kaffeebohnen

Als Sortenreine Kaffeebohnen, welche in der Kaffeeszene oftmals auch als „Single Origins“ bezeichnet werden, werden Kaffees bezeichnet, deren Kaffeebohnen aus einem bestimmten Land stammen. Der Begriff ist jedoch sehr unscharf und nicht immer sauber abzugrenzen, da Single Origins auch Kaffeebohnen seinen können, welche NUR von einer bestimmten Kaffeefarm stammen. Wird eine Kaffeesorte als Single Origin 100% Arabica aus Brasilien bezeichnet, muss das nicht zwangsweise in Indiz für hochwertige Qualität sein. Brasilien ist ein sehr großer Rohkaffeeproduzent mit einer Vielzahl an verschiedenen Arabicavaritäten (=Arabicasorten) und so kann eine Single Origin 100% Arabica aus Brasilien für 100% hochwertige Arabicas oder aber auch für 100% minderwertige Arabicas stehen. Die dritte Kaffeewelle (Third Wave Coffee Roasting) hat dem Begriff Single Origin jedoch eine völlig neue Bedeutung gegeben. Bei der Third Wave werden vor allem viele verschiedene Arten der Brühkaffeezubereitung zelebriert, bei denen fast ausschließlich nur reine Arabica Single Origins zur Kaffeezubereitung verwendet werden. Diese Kaffeebohnen sind unserer Meinung echte Single Origins und dürfen sich auch ohne Einschränkungen ehrenhaft als solche bezeichnen. Diese Single Origins stammen immer nur aus einer Kaffeekooperation, was im engsten Sinne eine Kaffeefarm und im weiteren Sinne ein Zusammenschluss mehrere Kaffeefarmen aus einem örtlich eng zusammenliegenden Anbaugebiet sein kann. Die in dien Third Wave Single Origins verwendeten Kaffeebohnen werden nach einem Standard angebaut, welcher über dem Bio und Fairtrade Standard liegen. Man nennt diesen Standard auch „Direct Trade“ (=direkt gehandelte) Kaffeebohnen. Das besondere an diesen Kaffeebohnen ist der Anbau und die Aufbereitung ohne Pestizide und andere gefährlicher Chemikalien. Die Kaffeebohnen werden anschießend direkt über Händler in den Anbaugebieten bezogen und nicht wie üblich über die großen Kaffeebörsen.


Geröstet werden die Third Wave Kaffeebohnen sehr hell und sehr lange bei niedrigen Temperaturen, ähnlich wie der Schweizer Schmüli, nur eben Sortenrein. Bei der Zubereitung der Kaffeebohnen mit den verschiedensten Aufgussmethoden lassen sich die sehr feinen und abenteuerlichen Aromen der verschiedenen Arabicasorten sehr fein und intensiv herausschmecken. Der Geschmack des Kaffees hat rein gar nichts mehr mit dem typischen Geschmack des Discounterkaffees zutun und ist für viele Kaffeetrinker anfangs sehr ungewöhnlich da bei vielen Kaffeebohnen bei der richtigen Zubereitung fruchtige Geschmacksnuancen entstehen können, welche man in solcher Intensität nur vom Teetrinken gewohnt ist. Solche modernen Single Origins aus direktem Handel versprechen bei der richtigen Zubereitung Kaffeegenuss auf allem höchsten Niveau!


Ganze Kaffeebohnen oder gemahlenen Kaffee kaufen?

Für echte Kaffeefans und Espressonisten gibt es auf diese Fragen nur eine Antwort: Kaffee und Espresso immer nur als ganze Bohnen kaufen, denn es geht nichts über frisch gemahlenen Kaffee! Um Ihnen zu verdeutlichen, warum lieber ganze Kaffeebohnen statt bereits gemahlen Kaffee zu kaufen, haben wir für Sie ein paar schlagkräftige Argumente gesammelt.


  • Frisches Aroma in ganzen Kaffeebohnen

    Kaffee ist ein Naturprodukt und dazu auch noch ein sogenannten Frischeprodukt. Gemahlener Kaffee verliert sehr schnell sein kostbares Aroma, wobei bei ganzen Kaffeebohnen das Aroma wesentlich länger in den Bohnen erhalten bleibt. Es kommt hierbei natürlich immer auf die Art und Weise der Röstung an.


  • Intensiver Geschmack aus ganzen Kaffeebohnen

    Neben dem köstlichen Duft von frisch gemahlenen Kaffeebohnen ist auch der Geschmack von Kaffee und Espresso aus frischem Kaffeemehl wesentlich besser als bei bereits gemahlenem Kaffee. Die Röstaromen und das Zusammenspiel von Säure und Bitterstoffen sowie die Vielfalt an herrlichen Geschmacksnoten kommt bei frischen Kaffee aus ganzen Kaffeebohnen viel besser zur Geltung, da sich viele Aromen bei bereits gemahlenen Kaffee bereits nach wenigen Tagen der Lagerung bereits verflüchtigen.


  • Sichtbare Qualität bei ganzen Bohnen

    Gemahlener Kaffee sieht fast immer identischen aus. Feinporig und schwarz, ganz egal welche Kaffeebohnen sich darin verwendet wurden. An ganzen Kaffeebohnen lässt sich bereits nach dem Öffnen der Verpackung am Bohnenbild erkennen, ob es sich um gut verarbeitet Kaffeebohnen von guter Qualität handelt. Befinden sich viele Bruchhafte und ungleichmäßig geröstete Kaffeebohnen in der Verpackung lässt dies auf schlecht Rohkaffeequalität mit einer noch schlechteren Verarbeitung zurückschießen. Echte Kaffeefans können an den ganzen Kaffeebohnen sogar erkenn, ob es sich um Robust- oder Arabicakaffeebohnen handelt. In gemahlenen Kaffee ist die unmöglich festzustellen!


Was zeichnet hochqualitative Kaffeebohnen aus?

Billiger Kaffee, wie man ihn zu genüge in den diversen Discounter findet kann niemals hochwertig sein. Das verrät schon alleine der Preis, der bei den fertig gerösteten Bohnen in den schönen bunten Packungen, welche mit vielen irreführenden Marketingsprüchen behaftet sind, gerade einmal den Einkaufspreise eines Kilos hochwertigen Rohkaffees decken würde. Die etwas teureren Industriekaffees sind durch Ihren höheren Preis nicht hochwertiger als die billigen, sind werden meistens nur teurer verkauft, da bei Ihnen auch oftmals mehr Marketingkosten anfallen. Im Grunde genommen ist der Unterschied zwischen den Billigen und den hochwertigen Kaffeebohnen gar nicht einmal so hoch wie vielleicht glauben mag, denn guter Kaffee oder Espresso ist immer noch eines der erschwinglichsten Luxusgüter im Feinkostbereich. Erfahren Sie im nächsten Abschnitt, was den wirklichen Unterschied zwischen billigen und hochwertigen Kaffeebohnen ausmacht.


Sorgfältiger Anbau, Ernte und Transport der Kaffeebohnen

Der Unterschied zwischen guter und schlechter Qualität beginnt bereits beim Anbau und der Ernte der Rohkaffeebohnen. Arabicakaffeebohnen werden direkt aus den Kaffeekirschen, den als uns bekannten Kaffeebohnen herangezogen, wohingegen Robustkaffeebäume aus Stecklingen geschnitten werden. Es kann bis zu 5 Jahren dauern, bis eine Kaffeepflanze das erste Mal geerntet werden kann um aus den Kaffeekirschen die kostbaren Kaffeebohnen zu gewinnen. Die hochwertigen Rohkaffees werden von Beginn an ausschließlich mit der Hand behandelt und anschließend auch per Hand gepflückt und händisch Weiterverarbeitet. Die billigen Discounter Kaffeebohnen werden fast ausschließlich in Monokulturen gezüchtet, wodurch hier auch einen Einfache Ernte mit speziellen Erntemaschinen durchgeführt werden kann. Durch die schnelle Ernte und das Schnelle Nachzüchten dieser billigen Kaffeebohnen werden sehr oft auch viele Düngemittel eingesetzt um dem ausgelaugten und nährstoffarmen Boden die notwendigen Mineralien zuzuführen, die die Kaffeepflanzen benötigen. Die hochwertigen und teureren Kaffeebohnen werden in Mischkulturen mit vielen verschiedenen anderen Pflanzen angebaut. Durch die Mischkulturen sind die Nährstoffe im Boden immer natürlich ausgeglichen und es werden nur sehr selten Düngemittel oder Pestizide eingesetzt. Da sich diese Mischkulturen sehr oft sehr verwachsen sind, ist eine maschinelle Ernte oft unmöglich, sodass die Kaffeebohnen per Hand gepflückt werden müssen.



Der Kaffeebaum ist eine immergrüne Pflanze und wächst auf natürliche Art und Weise in über 70 verschiedenen Ländern rund um den Kaffeegürtel. Die Kaffeebäume brauchen sehr viel pflege und können oft erst nach 3-5 Jahren das erste Mal abgeerntet werden. Die Kaffeeblüten reagieren sehr empfindlich auf Frost, Wind und Sonne, sodass die Anbaubedingungen maßgeblich für die Qualität der Kaffeebohnen entscheidend sind.



Nach der Ernte sollte man den rohen Kaffeebohnen genügend Zeit geben gut durchzutrocknen. Hier kann man auch schon den zweiten Unterschied zwischen hochwertigen und ehre minderwertigeren Kaffeebohnen feststellen. Um Schimmel beim Trocknen vorzubeugen werden die billigen Kaffeebohnen mit vielen Chemikalien versetzt um der Schimmelbildung im Trocknungsprozess vorzubeugen. Die hochwertigen Kaffeebohnen hingegen werden mehrmals am Tag per Hand umgewälzt um eine gleiche mäßige Trocknung ohne Schimmelbildung gewährleisten zu können.


Den letzten Schritt vor dem wichtigsten Schritt in der Kaffeeherstellung, nämlichen den Rösten, bildet der Transport. Die billigen Kaffeebohnen werden bis zum Rand hin in Schiffscontainer gefüllt, welche anschließend mit giftigen Gasen gegen Pestizide gefüllt werden. Die teuren Rohkaffeebohnen werden so, wie man es eigentlich von allen Kaffeebohnen erwartete, in die typischen 60 Kilo Kaffeesäcke abgefüllt und auf diese Art und Weise in den Schiffscontainer aufbewahrt. Die Kaffeebohnen aus der Massenherstellern landen meistens bei den namhaften Industrieröstereien, wohingegen die hochwertigen, in Kaffeesäcken abgefüllten Kaffeebohnen sehr oft Ihren Platz bei den kleinen Spezialitätenröstereien finden. Bei allen Röstereien, die wir im Shop vertreten und teilweise auch schon persönlich besuch haben, konnten wir im Kaffeelager immer haufenweise gefüllte Kaffeesäcke aus den unterschiedlichsten Anbaugebieten der Welt vorfinden. Das ist schon mal ein sehr gutes Indiz dafür, dass man hier noch genau darauf achtet, woher die Kaffeebohnen stammen und vor allem, wie sie verarbeitet und behandelt werden.


Die Veredelung im Trommelröster, vom Rohkaffee zum Hochgenuss

Der Röstvorgang macht den wesentlichen unterschied aus zwischen guten und schlechten Kaffeebohnen. Als schlechtes Beispiel voran gehen die Industrieröstereien. Hier gilt Masse ohne Klasse. 2 Tonnen Rohkaffee werden hier unter anderem lieblos in nur 5 Minuten heißluftgeröstet und gleich zum Verkauf abgefüllt oder gemahlen. Ganz anders sieht es hier bei den spitzen Kaffee- und Espressosorten aus. Diese werden alle bei niedrigen Temperaturen langsam und schonenden, oftmals auch noch ohne technischen Hilfsmittel, zu edlen Blends oder Single Origins veredelt. Es gibt dabei verschiedenen Vorgehensweisen. Viele schwören darauf jede Kaffeesorten einzeln zu rösten um dann im Nachgang erst die verschiedenen Kaffee- und Espressomischungen zu kombinieren. Anderen hingegen mischen die Rohkaffees schon vor dem Röstvorgang, sodass nach dem Rösten schon der fertige Blend in die Abkühlsilos gefüllt wird. Wo wir schon beim Thema Abkühlen sind. Egal ob einzeln- oder gemischtgeröstet, die Kaffeebohnen sollten im Idealfall 7-10 Tage in speziellen Silo ruhen, bevor man sie in die Aromaschutzverpackungen als 1000g, 500g oder 250g ganze Bohnen abfüllt. Der Grund dafür liegt im sogenannten „Ausgasen“. Die Eigenschaften der gerösteten Kaffeebohnen verändern sich kontinuierlich während der ersten 7-10 Tage nach dem rösten, bevor sie ihren „Betriebszustand“ erreicht haben. Das bedeutet im Klartext, ein Kaffee oder Espresso der gestern geröstet wurde und sich heute in Ihrer Kaffeemühle befindet wird, wird morgen mit der gleichen Mühleneinstellung nicht mehr so aus der Siebträgermaschine oder dem Kaffeevollautomaten bezogen werden können wie heute. Im schlimmsten Fall müssen Sie täglich Ihr komplettes Equipment neu justieren, bis die Kaffeebohnen ihren Normalzustand erreicht haben. Bei der Zubereitung als Filter- oder Brühkaffee ist dieses Verhalten nicht so schlimm, hier ist es schon eher gewollt, immer möglichste frischen Kaffee zur Zubereitung zur Hand zu haben, denn je frischer die Kaffeebohnen beim Filter- oder Brühkaffee, desto intensiver das sogenannten „Blooming“ der Crema.



Unser TIPP: Filter- und Brühkaffee kann nie frisch genug sein. Kaffeebohnen für die Verwendung im Kaffeevollautomaten oder der Siebträgermaschine sollten mindeste 7-10 Tage alt sein, damit sie ihren „Betriebszustand“ erreichen können. Es kann und wird Ihnen sonst sicherlich öfters einmal passieren, dass Sie täglich Ihr komplettes Equipment neu auf die frischen Kaffeebohnen einstellen müssen, da diese täglich Ihren Charakter ändern, bevor sie den Normalzustand erreicht haben.



Magenschonend und gut verträglich - Kaffeebohnen aus traditioneller Röstung

Der technische Fortschritt in der heutigen Zeit bringt auch viele Neuerungen im Bereich des Kaffeeröstens mit sich. Leider wurden somit auch Röstverfahren entwickelt, welche den Bohnen mehr schaden als Sie zu dem zu machen, was wir in unseren Tassen erwarten, nämlichen leckeren Kaffee und Espresso. Wenn Sie Ihren Magen durch einen gesunden Kaffee- oder Espressokonsum nicht zu sehr strapazieren möchten, sollte Sie immer darauf achten, wie die Kaffeebohnen geröstet wurden. Im Discounter werden Sie leider fast nur ausschließlich Kaffee und Espresso in ganzen Bohnen finden, welche auf industrielle Weise geröstet wurden. Diese enthalten oft sehr viele Bitterstoffe, das sich diese nur bei schonender und langsamer Röstung abbauen können. Den Satz


„Ich trinke keinen Kaffee, da mir dieser immer so sehr auf den Magen schlägt.“


hören wir leider viel zu oft. Das liegt jedoch nicht an den Kaffeebohnen, sondern an der Art und Weise wie sie geröstet wurden. Probieren Sie doch einmal ein gute Espresso- oder Kaffeesorten, welche nach traditioneller Art im Trommelröster geröstet wurde. Bei uns im Shop finden Sie ausschließlich solche Kaffeespezialitäten. Die aggressiven Fruchtsäuren, welche sich in jeder Kaffeekirsche befinden, werden nur langsam während des Röstens abgebaut. Die großen Kaffeekonzerne rösten die Rohkaffeebohnen teilweise unter 5 Minuten in Mengen bis zu 2 Tonnen. Im traditionellen Trommelröstverfahren hingegen werden 60-150kg Kaffeebohnen 20 Minuten lange langsamen, schonend und gleichmäßig durchgeröstet. Ein beachtlicher Unterschied, wie wir finden. Darum ist es auch nicht verwunderlich, dass eine gute Kilo Bohnen wesentlich mehr kostet als ein schlechtes Kilo Discounterkaffee, es steck eben viel mehr Sorgfalt und Arbeit darin und die Basis, die Rohkaffeebohnen, ist auch von weit aus besserer Qualität.


Den Industrieröstereien ist auch die Schuld zuzuschieben, dass der klassische Filterkaffee immer mehr in Verruf geraten ist. Die Kaffeebohnen, welche in maximal 5 Minuten bei 600-800°C schockgeröstet werden und dabei nicht selten auch schon leicht verkohlen, ergeben im Geschmack meist nur eine schwarze Plörre, welche mit einem „richtigen“ Kaffee rein gar nicht mehr zu tun haben. Leider ist diese Erkenntnis bei vielen deutschen Kaffeetrinkern noch ganz angekommen.


Zum Glück gibt es aber auch noch sehr viele Röstereien, die diese Art des Kaffeeröstens strikt ablehnen und sich immer noch an den alten Rösttraditionen orientieren. Den wohl wichtigsten Part beim handwerklichen Rösten im Trommelröster übernimmt dabei der Röstmeister. Die Kernaufgabe des Röstmeisters besteht dabei darin, ganz genau zu entscheiden, an welchem Punkt das Röstverfahren abgebrochen werden muss, um das für die jeweilige Kaffee- oder Espressosorte typische Geschmacksbild zu erreichen. Es können bereits wenige Sekunden oder auch nur minimale Temperaturabweichungen während des Röstens aus ein und demselben Rohkaffee einen ganz anderen Geschmack hervorbringen.


Der Röstgrad, von hell matt bis ölig schwarz

Der Röstvorgang ist der letzte Schritt zur Veredelung der Kaffeebohnen zum dem, was wir Tag täglich in unseren Tassen genießen – leckerer Kaffee und Espresso! Kaffeebohnen bestehen dabei aus etwa. 350.000 Zellen welche sich durch die Hitze beim Rösten sehr stark verändern. Die in den Bohnen enthaltenen Zuckerstoffe und Aminosäuren setzten sich neu zusammen wodurch sich die sehr intensiven Aromen und Geschmacksrichtungen entwickeln. Bei der richtigen Zubereitung hochwertiger Kaffeebohnen werden sie teilweise Geschmäcker erkennen, welche Sie vorher nie im Kaffee vermutet hätten! Frischer und hochwertiger Röstkaffee ist einer der vielseitigsten und aromatischsten Genussmittel, die wir bisher entdeckt haben und besitzt in Summe mehr verschiedenen Geschmacksauprägungen als Wein! Eine und dieselbe Kaffeebohnenmischung kann durch die Anwendung verschiedener Röstgrade völlig unterschiedliche Geschmäcker und Aroma freigeben. Mit einer der größten Schwierigkeiten bei der traditionellen und handwerklichen Röstung im Trommelröster ist das Erreichen eines Konstanten Röstgrades von Charge zu Charge. Ein kurzer Augenblick der Ablenkung genügt und die Kaffeebohnen werden im Trommelröster zu stark angeröstet. Dies führt natürlich dazu, dass die Bohnen einen ganz anderen Charakter ausweisen, als er für die jeweilige Kaffee- oder Espressosorte eigentlich üblich wäre. Die Charge ist hinüber und kann so dem Erwartungsvollen Kaffeegenießer nicht mehr angeboten werden! Um dies zu vermeiden gibt es natürlich schon viele technische Hilfsmittel, bis hin zu Computergesteuerten Röstkurven. Die Röstereien, welche jedoch Ihrem Handwerk treu bleiben wollen, verzichten auf solche Hilfsmittel und verlassen sich ganz und gar auf ihre langjährige Erfahrung. Nachfolgen wollen wir Ihnen noch die typischen 5 Röstgrade näherbringen, welche sich mit der Zeit in der Kaffeeszene als grober Standard eingebürgert haben. Im Grund genommen gibt es noch wesentlich mehr verschiedene Röstgrade, die nachfolgenden sind aber die, mit welchen Sie wahrscheinlich am häufigsten konfrontiert werden.


helle Kaffeeröstung

Die helle Röstung (Zimtröstung)

Die Zimtröstung ist aktuell angesagter denn je. Mit dem Aufschwung der dritten Kaffeewelle „Third Wave Coffee“ aus den USA hat die Zimtröstung auch wieder sehr viel mehr an Bedeutung gewonnen. Die hellen Röstungen bringen vor allem den Säuregehalt in den hochwertigen Arabica Kaffeebohnen im Espresso oder Kaffee sehr gut zur Geltung. Der Röstvorgang wird hierbei bereits beim „first Crack“ dem ersten Kracken abgebrochen, sodass kein Austritt der Kaffeeöle aus den Bohnen erfolgt. Beim „second Crack“, dem zweiten Cracken bricht dir Struktur der Kaffeebohnen und das im inneren der Bohnen befindlichen Kaffee Öl tritt nach aus. Die hellen Röstungen haben daher im Erscheinungsbild eine sehr hellbraune, bis teilweise ins graue reichende Farbe mit einer sehr matten Oberfläche.


mittlere Kaffeeröstung

Die mittlere Röstung (Amerikanische Röstung)

Die mittlere Röstung unterscheidet sich zur hellen Röstung nur in einer etwas längeren Röstzeit. Die Bohnen haben dabei immer noch eine matte Oberfläche, jedoch geht die Farbe bei der mittleren Röstung schon eher Braun, wie es typische für die klassische Kaffeebohne steht. Die mittlere Röstung wird auch sehr häufig als Frühstücksröstung bezeichnet. Die Schweizer Schümli Röstung orientiert sich sehr stark an der mittleren Röstung und steht für Kaffees, welche überwiegen zur Zubereitung von milde Kaffees zum Frühstück verwendet werden. Kaffeebohnen aus mittlere Röstung eignen sich auch sehr gut für die Verwendung im Kaffeevollautomaten, da Sie durch ihre matte und trockene Oberfläche schonender auf das Mahlwerk des Vollautomaten wirkend.


starke Kaffeeröstung

Die starke Röstung (Wiener Röstung)

Wiederum gleiche Temperatur bei noch längerer Röstzeit als bei der hellen und mittleren Röstung. Bei der Wieder Röstung wir bereits leicht über den zweiten Crack hinweg geröstet und die fertig geröstet Bohnen weißen sehr oft schon eine leicht ölig schimmernde Struktur auf. Die Wiener Röstung eignet sich aber immer noch gut für die Zubereitung von Filterkaffee, welche jedoch geschmacklich schon etwas stärker auftreten als die Kaffeebohnen aus den beiden vorherigen Röstungen.


dunkle Kaffeeröstung

Die dunkle Röstung (Französische Röstung)

Die Farbe der Kaffeebohnen aus der französischen Röstung reichen schon sehr gut ins etwas dunklere Braun hinein. Die Kaffeebohnen aus dieser Röstung sind meist schon etwas zu stark für die Zubereitung als typischer Filterkaffee, man verwendet Sie deshalb überwiegen für die Zubereitung von Kaffee und Espresso oder für den in Frankreich sehr beliebten Cafe con Leche, der französischen Varianten des Milchkaffees.


sehr dunkle Kaffeeröstung

Die sehr dunkle Röstung (Italienische Röstung)

Der Letzte Röstgrad ist die sogenannte italienische Röstung. Die Farbe der Kaffeebohnen geht hier im Extremfall schon ins Schwarze. Der Name „italienische Röstung“ stammt von den typisch süditalienischen Espressosorten, welche teilweise bis zu 30 Minuten lang im Trommelröster geröstet werden. Das Ergebnis sind kräftige Kaffee- und Espressosorten für sehr vollmundige und aromatische Espresso. Vor allem bei der Zubereitung als Milchmischgetränken, wie Cappuccino und Latte Macchiato haben sie den entscheidenden Vorteil, dass sich ihr stark ausgeprägtes Aroma sehr gut über den Geschmack der Milch hinwegsetzten kann. Bei den helleren Röstungen kann es unter Umständen passieren, dass diese als Espresso, vermischt mit Milch zu diversen Milchmischgetränken, zu wässrig oder lasch daherkommen und daher den typischen Kaffeegeschmack vermissen lassen. Man kann jedoch nicht pauschal sagen, dass die Kaffeebohnen in jeder Packung, welche mit der Aufschrift „Espressobohnen“ versehen ist, automatisch auch so dunkel geröstet sind, wie hier bei der italienischen Röstung beschrieben. Durch den Trend der Third Wave Kaffeeröstung kommen immer mehr sehr hell geröstet Arabica Espressomischungen auf den Markt. Diese entfalten ihre Fülle an Aroma jedoch nur am besten, wenn man Sie als reiner Espresso genießt, ohne die Zugaben von Milch oder anderen Zusatzmitteln.