Jamaikanischer Kaffee gehört mit unter aderem zu den beliebtesten und teuersten Kaffees der Welt. Die Kaffeebohnen aus jamaikanischem Anbau sind süß, weich und sanft, wobei sie eine nussige Note mit mittlerer Textur besitzen. Die wohl bekanntestes Kaffeevarietät des Landes is dabei der Jamaica Blue Mountain, eine sehr hochwertiger Arabica aus dem Hochland Jamaikas.

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Säcke à 60 Kilogramm

Die Geschichte des jamaikanischen Kaffeeanbaus

1728 bekam der Gouverneur Sir Nicholas Lawes von seinem Amtskollegen in Martinique einen Kaffeebaum und pflanzte diesen in die Gegend von Saint Andrews – im Osten von Jamaika. Die anfangs noch überschaubare Produktion erbrachte 1752 27 Tonnen, welche exportiert wurde. Das Gebiet Saint Andrew breitete sich über die Blue Mountains aus. 1800 gab es 686 Plantagen und bis 1814 stieg die Jahresproduktion auf 15.000 Tonnen an.

Aufgrund des Mangels an Arbeitskräften ging es nach dieser Aufschwungsphase wieder abwärts. Aber auch die schlechte Bodenpflege und das Ende der günstigen Handelsbedingungen trugen dazu bei. 1850 waren es nur noch 180 Plantagen mit einer Produktion von nur noch 1500 Tonnen. Ende des 19. Jahrhunderts befasste man sich ernsthaft mit der Erhöhung der Qualität und hatte wieder einen Ertrag von 4.500 Tonnen Kaffee. 1891 verabschiedete man ein Gesetz, das darauf abzielt, die Qualifikation der Kaffeebauern zu verbessern. Zur gleichen Zeit investierte man in die Infrastruktur, um die Verarbeitung und das Grading zu zentralisieren, wodurch 1944 ein Central Coffee Clearing House entstand, wo alle Kaffees vor der Ausfuhr geprüft wurden. 1950 richtete man auf Jamaika eine Kaffeebehörde ein. Der Ruf des jamaikanischen Kaffees verbesserte sich und zählt heute zu den besten weltweit. Auch wenn das Land aktueller noch mitten in der Entwicklung der heimischen Kaffeekulter ist, den einen oder anderen guten Biokaffee finden wir bereits heute in gut Sortierten Kaffeesortimenten.

Jamaikas Kaffeeanbaugebiete

Die wichtigsten Anbauregionen auf Jamaika sind die Mitte, der Westen und der Osten. Dort baut man die Kaffeetypen Arabica an, vor allem aber Typica und Blue Mountain. Die Verschiffung der Bohnen findet in Holzfässern – und nicht wie gewöhnlich in Jute- oder Leinensäcken – statt.

Blue Mountain Kaffee

Die Herkunft von Blue-Mountain-Kaffee unterliegt einer strengen Kontrolle. Sein Grading-System orientiert sich an den Höhenlagen Jamaikas und wird wie folgt untergliedert:

Nur Kaffee, der zwischen 900 und 1500 Metern Höhe in den Gegenden Saint Andrew, Saint Thomas, Portland und Saint Mary entsteht, darf sich „Jamaica Blue Mountain“ nennen. Das Gütesiegel „Jamaica Hight Mountain“ trägt der Kaffee aus einer Höhe von 450 bis 900 Metern.

Alle Kaffees, die höhenmäßig darunter liegen, werden als „Jamaica Supreme“ oder „Jamaica Low Mountain“ etikettiert. Kaffee ist teuer, deshalb blüht das Geschäft mit teilweisen oder kompletten Fälschungen, dennoch gibt es Bemühungen, ihn zu schützen. Ein echter jamaikanischer Espresso wird sich jedoch sehr deutlich durch seine spannenden und aufrgenedes Geschmacksprofil aufmerksam machen.