Kaffee im Möbelgeschäft? Oh doch, das passt ganz hervorragend! Seit einigen Jahren engagiert IKEA sich in Partnerschaften mit Sozialunternehmen. Insbesondere geht es um die Förderung benachteiligter Lieferanten aus strukturschwachen Regionen, denen der schwedische Möbelkonzern zu einem größeren Marktzugang und einem nachhaltigen Einkommen verhelfen will. Dieses Engagement kommt nun den Kaffeebauern aus der White-Nile-Region Ugandas zu Gute. IKEA ist für die kommenden Jahre eine Partnerschaft mit der Kawacom Ltd. eingegangen, einer ugandischen Kaffeehandelsgesellschaft, die bereits seit 1996 den Anbau von Kaffeebohnen (sowohl Robusta als auch Arabica) fördert.

Geplant ist zunächst die Abnahme von einer halben Million 250-Gramm-Packungen Arabica Kaffeebohnen. Somit wird demnächst in etwa 30 internationalen Märkten abgepackter, gerösteter Kaffee bei IKEA erhältlich sein. „Wir glauben an die hohe Bedeutung der Einbeziehung von Frauen und jungen Leuten für einen nachhaltigen Lebensunterhalt. Das White-Nile-Projekt führt zu einer gerechteren Aufteilung der Verantwortlichkeiten sowohl im Beruf als auch im familiären Umfeld der Bauern – und zudem zu einem gemeinsamen Ressourcenzugang, was wiederum die Unabhängigkeit der Frauen steigert.“ So äußert IKEA sich an entsprechender Stelle auf der Konzern-Homepage zum Thema. „Es geht aber auch darum, die alltäglichen Herausforderungen der Menschen nicht aus den Augen zu verlieren – zum Beispiel, dass ein direkt am Verarbeitungsstandort befindlicher Wasserzugang lange Wege zum Wasserholen überflüssig macht. Indem wir diese und viele andere Punkte angehen, wird der Anbau von Kaffee in der White-Nile-Region hoffentlich auch für die kommenden Generationen attraktiv.“

Hochwertiger single Origin Kaffee bei IKEA

IKEA wird den Kaffee „sortenrein“ unter dem Namen Påtår anbieten: Påtår bedeutet „Nachfüllen“, und das ist in schwedischen Cafés durchaus üblich; der „Free Refill“ gehört dort schon lange zum Service. Geschmacklich bezeichnet das Unternehmen die Bohnen als fruchtig-frische mittlere Röstung mit feinen Vanille- und Karamell-Noten.

Es klingt ziemlich vielversprechend – zwischen Billy-Regalen, Bettwäsche und Badezimmerschränkchen werden wir künftig einen feinaromatischen Kaffee finden, mit dessen Erwerb wir auch noch Gutes tun. Und es ist einfach schön zu wissen, wenn ein solcher Genuss nicht nur dem eigenen Geschmackserlebnis dient, sondern auch Menschen nutzt, die aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Wohnortes benachteiligt sind.

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