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Die Geschichte des ersten Kaffeevollautomaten

Der Erfinder Arthur Schmed und seine Vision

Ender der 1970er Jahre wurde vom Schweizer Ingenieur Arthur Schmed aus Rüti am Züricher See der erste Prototyp des Kaffeevollautomaten entwickelt, wie sie heute in Millionen Haushalten aufzufinden sind. Plötzlich war es möglich, Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato ganz nach italienischem Vorbild ganz bequem und vollautomatisch per Knopfdruck zubereiten. Eine Revolution! Für zuhause oder Büro, ganz ohne Barista Ausbildung oder anderen Vorkenntnissen über Kaffee und Espresso sowie deren Zubereitung. Doch wie kam es zu dieser revolutionären Erfindung und wer waren die maßgeblichen Initiatoren dieser Erfindung?

Angefangen hat alles mit einer defekten Siebträgermaschine aus Italien. Der Ehrgeizige Ingenieur Arthur Schmed wollte diese schnellst möglich wieder zum Laufen bringen. Er hatte relativ schnell Erfolg und die Maschine konnte ihren Betrieb wieder aufnehmen. Während der Reparatur des Geräts kam dem fleißigen Ingenieur die Idee einer Kaffeemaschine, mit der man ganz bequem per Knopfdruck sein Lieblings Kaffeegetränk zubereiten kann. Klein, unkompliziert und für jeden leicht verständlich zu bedienen, egal ob zuhause oder im Büro. Dies waren die Grundgedanken für den ersten Prototyp, der Kaffee und Espresso nach italienischem Vorbild auf Knopfdruck zubereiten soll.

Der Prototyp des ersten Kaffeevollautomaten

Wie immer, dauerte die Umsetzung etwas länger als ursprünglich geplant. Nach ganzen 2 Jahren war der erste Prototyp fertiggestellt. Das Interesse bei den potentiellen Kunden hielt sich zunächst sehr in Grenzen und die größeren Hersteller von bekannten Haushaltgeräten hatten auch kein Interesse an der Vermarktung des revolutionären Kaffeevollautomaten.

Herr Arthut Schmed ließ sich trotz alle dem nicht unterkriegen. Gemeinsam mit seinem Partner Zappella, vom dem die Espressomaschine stammte die er einst reparierte, versuchte er Herrn Willi Nauer mit ins Boot zu kriegen. Willi Nauer war damals der Besitzer des Schweizer Unternehmers Solis, welches schon damals Geräte in den Bereichen Haushalt, Kaffee, Beauty und Klima produzierte.

Als sich alle 3 Herren an einem Tisch zusammengefunden hatten, stellt Arthur Schmed seinen ersten Prototypen des Kaffeevollautomaten vor. Neben all den Risiken, beschloss Willi Nauer das Projekt weiter voranzutreiben und finanzierte die weitere Entwicklung des Vollautomaten. Das vorerst letzte ungelöste Problem war die Größe des Gerätes, denn für die typische Schweizer Küchenmaße war es einfach viel zu groß!

Geschafft! Die erste Serie des Kaffeevollautomaten

Nach 3 weiteren, langen Jahren, war es 1985 endlich soweit. Der erste Kaffeevollautomat ging in Serie. Produziert wurden diese in Italien von der eigens dafür gegründeten Firma Saeco (Sergio, Arthur e compagnia), welche sich später auch das Patent für die herausnehmbare Brühgruppe sicherte. Willi Nauer und seine Firma Solis bekamen durch Beteiligung an der Entwicklung das Vertriebsrecht für die ersten Exemplare.

Nach der Präsentation des ersten Kaffeevollautomaten für Haushalt und Büro gingen im Schweizer Solis-Werk so viele Bestellungen ein, dass die Lieferzeit auf sechs bis neun Monate anstieg. Der Produktionsbetrieb Saeco war so sehr ausgelastet, das permanent Personal aufgestockt werden musste um die ganzen Aufträge zu bearbeiten. Mehrere tausend Vollautomaten verließen das italienische Werk und immer mehr Menschen fanden Gefallen an dem nützlichen Haushaltgerät welches kinderleicht einen italienischen Espresso, Kaffee oder Cappuccino zubereiten konnte. Im Zuge dessen stieg auch die Nachfrage nach italienischen Kaffeebohnen und Espresso immer weiter an, da bis dato zuhause meist nur der Kaffee aus dem Filter getrunken wurde.

Die Weiterentwicklung des Kaffeevollautomaten

So bequem der Kaffeevollautomat auch war, wer beste Kaffeeergebnisse erzielen wollte, musste sich mit der Technik dennoch ein wenig auseinandersetzten. So mancher erwartungsvolle Kaffeetrinker musste feststellen, dass es nicht ausreichte, einfach die Kaffeebohnen in den Bohnenbehälter zu kippen, auf das Knöpfchen zu drücken und perfekten Espresso vom Vollautomaten serviert zu bekommen. Die Wahl der richtigen Kaffeebohnen und die dazu passenden Einstellung des Mahlwerks waren für viele zunächst ein großes Hindernis.

Vielen mussten sich zudem auch an die Reinigung des Vollautomaten gewöhnen. Obwohl er vieles vereinfachte und automatisierte, die damaligen Exemplare des Kaffeevollautomaten hatten noch keine Reinigungsprogramme, so wie sie heute fast überall zum Standard gehören

All dies waren damals aber nur Probleme, für die es zunächst keine passenden Lösungen gab. Arthur Schmed packte diese Herausforderungen alle am Schopf und fand für jede Problemstellung die passende Lösung, dadurch war eine kontinuierliche Weiterentwicklung seiner einstigen Erfindung stets garantiert.

Mit steigendem Erfolg des Kaffeevollautomaten stieg auch das Interesse anderer Unternehmen an der Technik. So kam es 2004 dazu, dass Saeco 2004 von der amerikanischen Firma PAI partners aufgekauft wurde. Schon kurz nach dem Führungswechsel geriet Saeco in finanzielle Schwierigkeiten. Schlussendlich wurde Saeco 2009 an den niederländischen Elektrokonzern Philips verkauft und unter dessen Führung sie noch heute sehr erfolgreich am Markt besteht.

Informationsquellen:

Wikipedia

Offizielle Website von Saeco

Offizielle Website von Solis

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