Mit den modernen Kaffeevollautomaten lassen sich einfach und bequem viele verschiedenen Kaffeespezialitäten per Knopfdruck zubereiten. Es spielt dabei überhaupt keine Rolle, ob Sie lieber einen vollmundigen Espresso, einen italienischen Cappuccino und Latte Macchiato oder die klassische lange Tasse Kaffee aus Ihrem Vollautomaten genießen möchten. Alles wird für Sie mühelos und völlig automatisch zubereitet. Das einzige, um was Sie sich noch kümmern müssen ist die Auswahl der richtigen Kaffeebohnen. Neben der Frische der Bohnen gibt es noch einige weitere Punkte, die Sie beim Kauf Ihrer Kaffeebohnen beachten sollten, damit dem perfekten Genuss von Kaffee und Espresso aus Ihrem Kaffeevollautomaten nichts mehr im Wege steht. Um Sie bei der Suche nach den perfekten Bohnen nicht alleine zu lassen, wollen wir mit Ihnen zusammen die verschiedenen Kaffeebohnenarten einmal etwas näher betrachten, damit auch sie die richtigen Kaffeebohnen für den Vollautomaten finden.

Die unterschiedlichen Arten von Kaffeebohnen: Arabica & Robusta

Von den beiden bekanntesten Kaffeesorten der Welt hat bestimmt jeder schon mal etwas gehört. Es handelt sich dabei um die Gattung der Arabica- und der Robustakaffeebohnen. Addiert man die gehandelten Kaffeemengen an Arabica und Robusta so machen diese etwas 90% des Weltweiten Kaffeehandels aus. Die restlichen 10% bestehen aus exotischen Kaffeesorten wie dem Kopi-Luwak, dem Liberica und dem Maragogype.

Betrachten wir die Arabica- und Robustabohnen getrennt voneinander, so ist der Arabicakaffee als der edle und der Robusta mehr als der etwas minderwertigere Kaffee im Volksmund bekannt. Pauschal würden wir dies jedoch nicht unterstreichen. Es kommt immer auf die Art und Weise des Anbaus uns der weiteren Verarbeitung an. Es gibt viele Robustasorten, die qualitativ um einiges hochwertiger sind, als so mancher Hochlandarabica. Diese Robustasorten werden Sie jedoch kaum in einem preiswerten Supermarkkaffee finden. Nur sehr hochwertige Gourmetmischungen beinhalten Anteile der hochwertigen Robustakaffeebohnen.

Caffe Roen Mokka 100% Robusta

Caffe Roen Mokka 100% Robustakaffee

Der Robustakaffee stammt im Gegensatz zum Arabica mehr aus den Anbaugebieten Asiens und Westafrikas. Die Robustakaffeebohnen sind von Natur aus widerstandsfähiger gegen Pflanzenkrankheiten und schwankende Wetterbedingungen, wodurch Sie meistens im Flachland angebaut werden, da hier die Ernte wesentlich leichter fällt als bei den Hochlandarabicas. Sortenreine Robustakaffees oder Kaffeemischungen mit Robustaanteilen werden meist etwas dunkler geröstet, wodurch die fertigen Kaffeemischungen meist einen etwas stärkeren und kraftvolleren Geschmack aufweisen. Geschmacklich ist der Robusta in die Richtung malzig, hözern und erdig einzuordnen. Eine klassische Geschmacksnote, welche Sie häufig bei Robustakaffee vorfinden ist eine leichter anklang nach Zartbitterschokolade. Durch den höheren Fettgehalt der Robustabohnen sind sie maßgeblich für die Cremabildung im Espresso oder auf dem Kaffee verantwortlich. Wer also gerne Kaffees oder Espresso mit einer dichten und stabilen Crema trinkt, der sollte vorzugsweise auf Kaffeemischungen mit höheren Anteilen an Robustakaffeebohnen zurückgreifen.

Die meisten Arabicasorten kommen aus den Kaffeeanbaugebieten Äthiopiens, Kolumbiens, Kenias und Brasilien. Vor allem bei den deutschen Kaffeetrinkern sind Sie durch ihren milden Geschmack, ihren niedrigen Koffeingehalt und ihren geringen Anteil an Bitterstoffen sehr beliebt. Das Aroma eines Hochlandarabicas kann dabei je nach Anbaugebiet und Aufbereitung zwischen fruchtig-frisch und nussig-schokoladig stark variieren.

Die unterschiedlichen Röstungen

Eine sehr wichtige Rolle spielt die Art und Weise, wie die Kaffeebohnen geröstet wurden. Grundsätzliche gibt es fünf verschiedene Röstgrade. Die hellste der 5 Röstungen wird auch gerne als die „Zimt-Röstung“ bezeichnet. Diese helle Röstung wird sehr häufig bei hochwertigen Arabicakaffeebohnen verwendet, welche anschließend vorzugsweise zur Zubereitung von Brüh- und Filterkaffee verwendet werden. Die nächste Röststufe, etwas dunkler als die „Zimt-Röstung“ ist die sogenannten „Amerikanische-Röstung“. Häufig zu finden ist diese bei den typischen Frühstückkaffees oder beim Schweizer Schümli Kaffee. Die „Wiener Röstung“ und die „Französische Röstung“ bilden das klassische Mittelfeld. Die meisten Kaffeemischungen für den Kaffeevollautomaten werden einer dieser beiden Röststufen zugeordnet, die Begrifflichkeiten sind jedoch in diesem Zusammenhang nur sehr selten vorzufinden.

Röstgrade für Kaffeebohnen für Vollautomaten

Den Abschluss bildet die „Espresso Röstung“. Dabei sind die typisch süditalienischen Kaffee- und Espressosorten gemeint, welche ein sehr dunkles und öliges Bohnenbild aufweisen. Unserer Meinung nach ist diese Bezeichnung jedoch sehr irreführend, denn vor allem im Norden Italiens wird überwiegend hell und trocken statt dunkel und ölig geröstet. Nichts desto trotz eignen sich die dunkel gerösteten Kaffeebohnen sehr gut für die Verwendung im Kaffeevollautomaten. Die starke Röstung gibt dem Espresso ein sehr kraftvolles Aroma und einen sehr intensiven Geschmack, wodurch er sich besonders für Kaffeekreationen in Kombination mit Milch eignet.

Die Klassiker sind hierbei der Cappuccino und der Latte Macchiato, welche zu den Grundfunktionen eines modernen Kaffeevollautomaten gehören. Wer jedoch lieber auf die typische „lange Tasse Kaffee“ zurückgreift, der sollte zu Kaffeebohnen greifen, welche nicht so dunkel geröstet wurde. Der intensive und kraftvolle Geschmack des Kaffee in der langen Tasse ist für viele Kaffeetrinker dann doch eine Nummer zu groß. Eine gute Lösung hierzu sind Kaffeevollautomaten mit zwei getrennten Bohnenbehältern. Hier kann ein Behälter für mit Kaffeebohnen für Espresso und der anderer mit Bohnen für die lange Tasse Kaffee befüllt werden.

Ungeeignete Bohnen für den Vollautomaten

Im Grunde genommen können Sie jede Art von Bohnen für die Kaffeezubereitung aus dem Vollautomaten verwenden. Es gibt jedoch auch Kaffeesorten, bei denen Sie sehr vorsichtig sein sollten. Einer dieser Sorten sind die mit Zucker karamellisierten Kaffeebohnen. Im Handel sind diese Kaffeesorten meist als „Spanische Kaffeeröstung“ oder „Torrefacto“ gekennzeichnet. Durch den Zucker soll der bittere Geschmack des Kaffees bereits bei der Zubereitung übertüncht werden. Im Mahlwerk Ihres Kaffeevollautomaten können Sie jedoch schnell dazu führen, dass das Mahlwerk verklebt, was zum einen ein sehr ungleichmäßiges Bild Ihres gemahlenen Kaffees zur Folge hat und zum anderen im schlimmsten Fall eine sehr aufwendige und teure Reinigung mit sich führt.

Karamellisierte oder aromatisierte Kaffeebohnen führen zu einem schnellen Verkleben des Malhwerks Ihres Vollautomaten.

Damit Sie lange eine Freude an Ihrem Vollautomaten haben, sollten Sie generell auf aromatisierte Kaffeebohnen bei der Kaffee- und Espressozubereitung verzichten. Auch sollten Sie keinen Zucker, egal ob Fein- oder Rohrzucker, bereits im Bohnenbehälter zu Ihren Kaffeebohnen hinzugeben.

Kaffeebohnen für Vollautomaten

Am Ende zählen Ihr persönlicher Geschmack

Welche Kaffeebohnen Sie am Ende in Ihrem Vollautomaten zur Kaffee- und Espressozubereitung verwenden hängt am Schluss ganz allein von Ihren persönlichen Geschmack ab. Um den perfekten Kaffee für sich zu finden hilft meistens nur eines: probieren! Testen Sie gerne doch mal eine neue Marken, eine andere Röstung oder ein anderes Mischungsverhältnis. Der Experimentierfreude sind dabei keine Grenzen gesetzt. Und so eine Kaffeeverkostung in den eigenen vier Wänden ist nicht nur hilfreich bei der Auswahl, sondern macht zudem noch Spaß!

In vielen Haushalten wird der Kaffeevollautomat nicht nur von einer Person, sondern meistens von mehreren Personen verwendet. Da die Anforderungen an die gute Tasse Kaffee jedoch von Person zu Person sehr unterschiedlich sind, besitzen viele moderne Vollautomaten oftmals zwei Kaffeebohnenbehälter. So können zwei völlig unterschiedliche Kaffeesorten getrennt voneinander aus nur einem Vollautomaten zur Kaffeezubereitung verwendet werden. Wir empfehlen Ihnen einen Behälter für eine etwas kräftigere Röstung für die Zubereitung von Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato und den anderen Behälter zur Zubereitung der klassischen langen Tasse Kaffee zu verwenden.

Unser Fazit:

Die empfehlenswertesten Kaffeesorten für den Kaffeevollautomaten sind Kaffeemischungen, sogenannten „Blends“ aus Arabica- und Robustakaffeebohnen. Der Robustaanteil sorgt zum einen für eine dichte und stabile Cremabildung und für das kraftvolle und aromatische Aroma, welches vor allem dem Cappuccino und Latte Macchiato die typische italienische Geschmacksnote verleiht.
Reicht Ihnen die klassische lange Tasse Kaffee aus dem Vollautomaten, so empfehlen wir Ihnen die Verwendungen von sortenreinen Arabicamischungen oder Blends aus einer Kombination mehrerer Arabicakaffeesroten, den sogenannten 100% Arabicas.