Wörtlich übersetzt bedeutet Bulletproof Coffee so viel wie „kugelsicherer Kaffee„, was zugegeben wenig Sinn macht. Der Name hängt eng mit der Entstehung dieses neuen Kultgetränkes zusammen. Was macht diesen Kaffee so beliebt? Die Antwort klingt angesichts der Zutaten reichlich gewagt: Der Bulletproof Coffee verleiht jede Menge Energie und hilft beim Abnehmen. Woher dieses Kaffeeprodukt stammt, was ihn so besonders macht und welche Wirkung er warum hervorruft, haben wir nachstehend untersucht. Zum Schluss finden Sie das originale Rezept für dieses Superfood.

Wer hat den Bulletproof Coffee erfunden?

Der Erfinder des Bulletproof Coffee ist Dave Asprey. Die Idee zu diesem Kaffee soll dem Unternehmer vor etwa zehn Jahren gekommen sein. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich, erschöpft und frierend, in einer Hütte in Tibet, wo er Unterschlupf fand. Seine damalige Gastgeberin, eine alte tibetanische Frau, kochte ihm einen Tee mit der Butter vom Yak, ein traditionelles Getränk in der Region. Asprey fühlte sich nach dem Genuss des Butter-Tees voller Energie und Tatendrang. Nachdem er Tibet verlassen hatte, ließ ihn die Idee nicht mehr los und er experimentierte mit zahlreichen Zutaten. Schnell tauschte er dabei den Tee gegen Kaffee aus, weil Letzterer ihm wirkungsvoller schien. Schließlich fand er mit Weidebutter und etwas MCT Öl die perfekte Kombination.

Welche Wirkung hat der Bulletproof Coffee?

Nun, eines steht wohl fest: Kugelsicher macht dieses Getränk nicht! Um zu verstehen, welche Wirkung der Bulletproof Coffee hat, muss man die verschiedenen Zutaten untersuchen. Für den echten Bulletproof werden besonders toxinarme Kaffeebohnen verwendet. In der Regel werden ausschließlich unversehrte und hochwertige Kaffeebohnen genommen, die nur leicht geröstet werden – ganz nach der Tugend der Third Wave Coffee Bewegung. Dadurch bleibt die Zahl der Antioxidantien im Vergleich zu einer dunklen Röstung hoch, während die Anzahl der Toxine deutlich geringer ausfällt. Grundsätzlich ist der Kaffee mit seinem enthaltenen Koffein ein guter Energielieferant. Hinzu kommt eine entzündungshemmende Wirkung in der Hirnregion, was darauf schließen lässt, dass Kaffee Krankheiten wie Demenz vorbeugen kann.

Was machen Butter und MCT Öl im Bulletproof?

Zum Rezept des Bulletproof Coffee gehören Butter sowie Medium-Chain-Triglycerides, kurz MCT. Butter ist im Allgemeinen nicht als Superfood bekannt. Warum wird im Bulletproof Coffee statt Butter nicht Milch verwendet? Butter, und speziell Weidebutter, hat gegenüber Milch drei Vorteile, die ihre Verwendung im Rezept eines Bulletproof Coffee rechtfertigt. Butter hält gesund, macht satt und fördert die Verbrennung von Fett. Hinzu kommt, dass ein Bestandteil von Milch das Protein Casein ist. Dieses hat die Eigenschaft, die Chlorogensäure, die in der Kaffeebohne enthalten ist, zu reduzieren und damit den positiven Effekt zu minimieren. Butter hat dieses Protein nicht.

Im Ergebnis stehen im Butterkaffee das 3,4-fache an Antioxidantien im Vergleich zum Milchkaffee. Damit ist ein echter Bulletproof aber noch nicht vollständig. Es fehlt noch das MCT Öl. Dieses steht für Fettsäuren. Man findet MCT zum Beispiel im Kokosöl. Sie wirken auf den Körper in Bezug auf die Fettverbrennung. Man nennt diesen Zustand Ketose. Dabei wird statt Glukose Fett verbrannt. Mit dem Effekt, dass wir leistungsfähiger sind und dabei noch Fett verbrennen. Ideal, um abzunehmen.

Wie macht man einen echten Bulletproof Coffee?

Das Grundrezept für einen Bulletproof Coffee ist relativ einfach: Dazu gießen Sie den aufgebrühten Kaffee in einen Mixer und geben ein bis zwei Esslöffel Weidebutter und ein bis zwei Esslöffel MCT-Öl dazu. Diese Kombination wird im Mixer ausgiebig durchmischt und fertig ist der originale Bulletproof Coffee. Dieses Rezept können Sie nach Geschmack und Vorlieben weiter verfeinern. Zum Beispiel mit etwas Zimt, mit Kakaopulver oder Vanille. Wichtig ist: Keine Milch, kein Zucker! Andernfalls würde die gute Wirkung des Bulletproof verpuffen.

Unser Fazit zum Bulletproof Coffee

Der Bulletproof Coffee ist ganz klar eine Kaffeevariation, die nicht jedermanns Geschmack trifft. Wer aber mitreden möchte, sollte ihn unbedingt mal ausprobieren. Alles, was dazu benötig wird, ist ein guter, frisch aufgebrühter Filterkaffee, erstklassige Butter (am besten Weidebutter von glücklichen Landkühen) und einen Schuss Kokosöl.